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Österreich Treffen 2013

Jänner 2010: EKiZ Innsbruck

IHR KOMMENTAR LR Patrizia Zoller-Frischauf, Obfrau Gerhild Heinz-Possert, BGM Mag.a Christine Oppitz-Plörer und Prof. Sigrid Tschöpe-Scheffler.


„Kinderbrauchen Wurzeln und Flügel“ unter diesem Motto feierte das Eltern-Kind-Zentrum Innsbruck und beging ein ganz besonderes Jubiläum: denn vor nun mehr 30 Jahren wurde dieser Begegnungsort für (werdende) Eltern und Kinder in Innsbruck gegründet. Damit nahm das Eltern-Kind-Zentrum eine Vorreiterrolle ein – das Eltern-Kind-Zentrum in Innsbruck war das erste von inzwischen über 150 Eltern-Kind-Zentren in ganz Österreich.

Gefeiert wurde am 10.01.2010 mit einer öffentliche Festveranstaltung im Landeskonservatorium. Am Nachmittag fanden Workshops zu aktuellen Themen und Fragen der Erziehung statt. Abends schloss sich ein Festakt an, bei dem die bekannte Elternbildungsexpertin Prof. Dr. Sigrid Tschöpe-Scheffler aus Köln einen Vortrag zum Thema „Kinder brauchen Wurzeln und Flügel“ hielt. Insgesamt besuchten rund 300 Interessierte die Jubiläumsveranstaltung.

Obfrau Gerhild Heinz-Possert spricht Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des Eltern-Kind-Zentrums an:
Früher (Ende 70er Jahre) habe es im öffentlichen Raum und vor allem in der Stadt keinen Ort / Raum für junge Familien/Eltern mit kleinen Kindern gegeben. EKiZ hat Eltern mit kleinen Kindern und werdenden Eltern erstmals Raum gegeben, als Ort der Begegnung, als Ort für Austausch, um Kontakte zu knüpfen und als Ort für Informationen.
Auch heute ist das EKiZ ein Treffpunkt und bietet vielfältige Unterstützung für Familien aus Innsbruck und aus dem Umland auf niederschwelligem Niveau. Diese Unterstützung umfasst eine kostenlose Familienberatungsstelle, die von professionell ausgebildeten Fachkräften (Psychologinnen, Mediatorinnen, Juristinnen, Sozialarbeiterinnen) betrieben wird, eine Kinderkrippe, Seminare zur Elternbildung, Geburtsvor- und nachbereitung, sowie Eltern-Kind-Spielgruppen.
Die Weitergabe von Wissens nicht nur durch unsere ExpertInnen, sondern auch durch den Austausch der Eltern untereinander ist den MitarbeiterInnen des Eltern-Kind-Zentrums ein großes Anliegen für die Zukunft, da ein Wandel in den bisherigen familiären Strukturen stattgefunden hat. Patchworkfamilien, Alleinerziehende und eine bunte Mischung von Kulturen ergänzen die traditionelle Familie. Außerdem gibt es immer weniger Kinder und auch weniger Wissen, das von Großmüttern an Mütter weitergegeben wird. Daraus folgt Unsicherheit bis hin zu Orientierungslosigkeit bei jungen Eltern.
Das Eltern-Kind-Zentrum Innsbruck sieht es daher als wichtige Aufgabe auch in Zukunft ein niederschwelliges Angebot zu gewährleisten, zu dem alle Familien Innsbrucks und der Umgebung Zugang haben. Dafür ist die Unterstützung aus Politik, Wirtschaft und von privat Engagierten notwendig.

Besucherin Ruth Wagner-Krunic berichtet wie sie auf der Suche nach einem Ort für sich und ihr Baby auf das EKiZ stieß und wie froh sie war….dieses gefunden zu haben…

Durch eine kleine Geschichte vom Apfelbaum illustrierten die Geschäftsführerinnen Michaela Reinisch und Malina Klöppel amüsant, wie wichtig, das Zusammenspiel eines Teams ist. Anlässlich des Sommerfestes wurde ein Bäumchen im Garten des EKiZ gepflanzt. Dies wurde mit dem Wunsch getan, dass sich das Bäumchen ein Beispiel am Wachsen und Gedeihen des EKiZ nehmen möge, (Welches in den 30 Jahren seines Bestehens von 7 auf 45 MitarbeiterInnen gewachsen ist), und dass es – genau wie das EKiZ - viele Früchte hervorbringe, an denen sich die kleinen und großen BesucherInnen schon bald erfreuen mögen. Leider wuchsen auf dem jungen Baum keine Äpfel. Bei der Suche nach der Ursache wurde Ihnen mitgeteilt, dass Äpfel nur in Teamwork produziert werden können und das Bäumchen einen Partner / eine Partnerin benötigt, um eine Ernte zu gewährleisten! Im Zuge des Festaktes wurde daher zu einer Spendenaktion aufgerufen, um einen zweiten Baum pflanzen zu können. (Kontonummer 670141 BLZ 36000).
Besonders gedankt wurde den vielen SponsorInnen, SubventionsgeberInnen, MitarbeiterInnen und privat Engagierten für die langjährige finanzielle, ideelle und tatkräftige Unterstützung Am Ende der Jubiläumsveranstaltung wurde den ZuhörerInnen als kleines Dankeschön und Erinnerung ein liebevoll gestaltetes Lesezeichen mit dem von Goethe entliehenen Zitat „Kinder brauchen Wurzeln und Flügel“ mit auf den Heimweg gegeben.

Ein buntes Buffet und Sektempfang runden den Abend ab und bieten in alter EKiZ-Tradition Raum für Austausch und Gespräch.

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